Frau Christina Derr, Dipl. Sozialpädagogin und Gerontologin, informierte die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe über das wichtige Thema „Demenz“.
In Deutschland leben etwa 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Wie Studien zeigen, wird diese Zahl in den nächsten Jahren noch zunehmen, weil die Menschen in unserer Gesellschaft immer älter werden und man sich konkret auch nicht davor schützen kann.
Demenz ist eine Beeinträchtigung von Gedächtnis, Orientierung, Auffassungsgabe, Denkvermögen und Sprache. Menschen mit Demenz haben zunehmende Schwierigkeiten, sich neue Informationen einzuprägen, sich auf einen Gedanken oder Gegenstand zu konzentrieren, sich sprachlich mitzuteilen, die Mitteilungen anderer zu verstehen, Situationen zu überblicken, Zusammenhänge zu erkennen, zu planen und zu organisieren, sich örtlich oder zeitlich zurecht zu finden und mit Gegenständen angemessen umzugehen. Was am Anfang vielleicht wie Schusseligkeit aussieht, wird immer mehr zu einem Problem, denn wie ein Radiergummi radiert die Demenz die wichtigen Erinnerungen aus dem Gedächtnis.
Ganz alltägliche Dinge werden zum Problem, z.B. das Kochen, der Arztbesuch oder die Körperpflege. Es kommt vor, dass Menschen mit Demenz sich die Zähne putzen wollen, sich aber dann mit der Zahnpasta das Gesicht eincremen. Auf dem Weg zum Arzt oder zum Einkaufen verlaufen sie sich und irren hilflos durch die Straßen. Im Endstadium der Krankheit erkennen die Kranken sogar ihre Familien nicht mehr. Sie können nicht mehr essen und nicht mehr sprechen und ohne fremde Hilfe und Verständnis können sie ihr Leben nicht mehr leben.
Viele Kinder und Jugendliche, die als Enkelkinder oder als Kinder damit konfrontiert werden, sind irritiert und entwickeln Ängste, wenn sie nicht informiert sind und den Umgang damit nicht gelernt haben. Wichtig ist es, dass sie lernen, warum sich z.B. der Großvater so seltsam verhält. Nur so können sie Verständnis aufbauen und Handlungskompetenz im Umgang mit den Erkrankten entwickeln.
Schwer zu akzeptieren sind neben den Gedächtniseinbußen besonders die Veränderungen im Verhalten der Erkrankten, denn der vertraute Mensch handelt plötzlich anders als gewohnt.
Wichtig ist es hier, dass man sich als Angehöriger auf das demenzkranke Familienmitglied einstellt, denn umgekehrt geht es nicht mehr. Es ist sinnlos, einen demenzkranken Menschen darauf hinzuweisen, dass man eine Frage bereits vor fünf Minuten einmal beantwortet hat, das kann unter Umständen nur zu aggressivem Verhalten führen. Vielmehr sollte man geduldig reagieren, auch wenn es schwerfällt!
Wichtig ist es ebenfalls zu verstehen, dass Demenzkranke immer wieder Vergangenheit und Gegenwart durcheinanderbringen. Gutes Zureden und Argumente holen sie nicht aus ihrer eigenen Realität zurück. Auch hier ist es wichtig, dass sich die Gesunden auf diese Realität einlassen. Der Kranke will als Person in seinen Äußerungen, Gefühlen und mit seinem Verhalten genauso ernst genommen werden wie wir alle.
Auch hier gilt die Goldene Regel:
ALLES WAS DU WILLST, DAS DIR DIE MENSCHEN TUN SOLLEN, DAS TUE AUCH DU IHNEN!

Jutta Kieler-Winter

 

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