Der Strom aus der Tonne

Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Klimawandel“ setzt unter anderem auch voraus, das Thema „Energieversorgung und klimafreundliche Energieerzeugung in der Zukunft“ zu behandeln.

So führten wir fünf Tage später, nachdem wir das dritte Modul „Nachhaltige Ernährung – gut für mich und gut für das Klima“ unseres Großprojekts „Meine, deine, unsere Verantwortung für den Klimaschutz unseres Planeten“ in den Räumen der Technischen Hochschule Ingolstadt bereits durchgeführt hatten, das Nachhaltigkeitsprojekt „Der Strom aus der Tonne“ durch.
Auch dieses Mal wurden wir von unserem Projektleiter Herrn Matthias Keilholz mit einem Mittagessen empfangen: Gemüsesuppe aus regionalem und saisonalem Gemüse. Ein vorbildliches Beispiel dafür, wie wir Bürger durch unser Einkaufsverhalten für niedrigere C- Emissionen sorgen und einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Frage, ob eine Biogasanlage ein nachhaltiger Ansatz für die Erzeugung von Strom ist, galt es nach dem Mittagessen herauszuarbeiten. Diese Frage zu beantworten, sollte die Durchführung eines Experiments mit der von uns angelegten mini Biogasanlage vor fünf Tagen helfen. Die thematische Einführung in das Thema „Erzeugung von klimafreundlicher Energie“ anhand von Fachinformationen von Herrn Keilholz und das Vorwissen unserer Schülerinnen und Schüler führten zu kontroversen Diskussionspunkten bezüglich der Vorteile und der Nachteile von Biogasanlagen. Nachdem unser Projektleiter zunächst die Sinnhaftigkeit von Biogasanlagen mit den Schülerinnen und Schülern dahingehend erarbeitete, dass der klare Vorteil darin liegt, dass in Kraftwärmekopplungsanlagen nicht nur Strom erzeugt wird, sondern die Verbrennungswärme in Fernwärmenetze abgegeben wird und dass nur so viel C bei der Verbrennung der Biomasse freigesetzt wird, wie die Pflanzen durch die Sonnenenergie aufgenommen haben, wurden die Nachteile dahin gehend betrachtet, dass die Bebauung der Felder mit Energieträgern anstatt Lebensmitteln vorangetrieben wird und dass die Abholzung der Urwaldflächen, um diese mit Energieträgern aus Lebensmitteln zu bebauen, weder klimafreundlich noch nachhaltig ist. Mit dem Satz „Der Klimawandel muss aufgehalten werden“ rundete Herr Keilholz das auch aus Schülersicht sehr interessante, informative und lehrreiche Projekt ab.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen, die uns seitens der Technischen Hochschule Ingolstadt unterstützt und zum Gelingen dieser wunderbaren Projekte beigetragen haben: Frau Bettina Markl, Referentin im Team Bildungspartner, beim Cluster Nachhaltige Entwicklung von „Mensch in Bewegung“ und insbesondere bei Herrn Matthias Keilholz und freuen uns auf weitere Schulprojekte im Rahmen des Wissenstransferprojekts „Mensch in Bewegung“.
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema des gemeinsamen Projektes „Mensch in Bewegung“ der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Das Projekt wird im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert

M. Sonntag und J. Liepold

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